Agil arbeiten: Schlagzahl verdoppelt

 

Mit agilen Methoden deutlich Fahrt aufgenommen: Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co KG. Interview mit Reiner Bessey (Entwicklungsleiter Plattformen und Technologie) und Jochen Hasenmaier (Leiter Materialwirtschaft)

Acht von zehn Unternehmen gaben bei einer Untersuchung der Hochschule Koblenz an, dass sie durch agiles Arbeiten schneller werden. Bestes Beispiel ist die Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co KG in Schönaich bei Stuttgart. Das Unternehmen, dessen Miniatur- und Mikroantriebe in der Produktionsautomation, Robotik, Luft- und Raumfahrt, optischen Systemen sowie in der Medizin und Labortechnik zum Einsatz kommen, hat innerhalb von drei Jahren seinen Produktdurchsatz verdoppelt. Die Beschleunigung klappt, weil das Management Kapazitäten heute per Taskboard steuert und Projekte nacheinander statt simultan abarbeiten lässt. Vom klassischen Projektemanagement hat man sich nicht überall verabschiedet, setzt aber, wo hilfreich, konsequent auf agile Ansätze und übernimmt sie ganz gezielt. Auch Multitasking, sagen Entwicklungsleiter Reiner Bessey und Leiter Materialwirtschaft Jochen Hasenmaier, sei für Effizienz und Schnelligkeit nicht zielführend. Seitdem sich die Teams blockweise durch die Projekte arbeiten, geht alles viel schneller. Selbst, wenn andere Aufgaben dafür zweitweise eingefroren werden müssen. Das komplette Interview, das ich für das Magazin Technik + Einkauf (4/2016) geführt habe, können Sie HIER nachlesen.

Glücklich sein: Was uns vom Hund unterscheidet und doch wieder nicht

Holly – Redaktionshund im Glück

Vierbeiner brauchen nicht viel zum Glück. Frischer Schnee, ein Stock als Beute – fertig ist, wie an diesem sonnigen Wintertag im Januar, das Hundeglück. Wir Menschen tun uns mit dem Glück da schon mal schwerer. Und das, obwohl das emotionale Motivations- und Belohnungssystem im Gehirn, das unsere Glücksgefühle steuert, schon ziemlich alt. So alt wie beim Hund. Das limbische System hat sich bereits entwickelt, als wir den Sprung vom Reptil zum Säuger machten. Eigentlich müssten wir also wissen, wie’s geht… Denn unser Glück bestimmen Botenstoffe. Die Anreize und Erfahrungen, die für ihre Ausschüttung sorgen, konditionieren wir immer wieder neu. Sprich: Glücklich sein lässt sich trainieren! Wie, das können Sie im Kundenmagazin der Arnold AG nachlesen, für das ich ein kleines Trainingsprogramm für mehr Alltagsglück aufgezeichnet habe. Viel Freude damit und natürlich: ein glückliches Händchen bei der Umsetzung. LINK

Einkauf als Brückenbauer

 

Reichstagskuppel

Weltpolitische Bühne: Das 51. BME Symposium eröffnete am Morgen nach der US-Wahl, am 9. November 2016, in Berlin. Foto: Reichstag Dome © visitBerlin, Wolfgang Scholvien

Selten war eine Veranstaltung des Bundesverband Materialwirtschaft und Logistik (BME e.V.) so hautnah am und mittendrin im wirtschaftspolitischen Geschehen. Am Morgen nach der US-Wahl 2016 startet das 51. Symposium für Einkauf und Logistik in Berlin – und plötzlich hatte die gewohnt aktuelle Agenda mit Themen wie europäischer Entwicklung, Globalisierung, weltweitem Teile- und Rohstoffeinkauf, alternativen Beschaffungsmärkten, globalem Risik- und Supply Chain Management sowie Konjunktur für die rund 2000 Teilnehmer noch einmal eine ganz andere politische und wirtschaftliche Brisanz. Einkäufer sind Brückenbauer – das hat ihre Funktion so an sich. Denn wer sonst ist so intensiv zwischen Ländern und Kulturen unterwegs, sichert Lieferketten und sorgt für den globalen Waren- und Güteraustausch. Am anderen Ende der Supply Chain steht der Kunde, der auch für Einkäufer zum Maß aller Dinge wird. Von ihm geht der Bedarf aus, für dessen flexible, umgehende Erfüllung viele, viele externe Wertschöpfungspartner mit verantwortlich sind. Durchschnittlich 70 Prozent kaufen Industrieunternehmen heute zu. Einkauf ist zur Top-Line geworden. Einen weiteren Schub leistet die technologische Entwicklung. Lieferketten werden agil vernetzt und digitalisiert, die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten wird noch enger – all das ist ohne eine moderne digitale Infrastruktur kaum möglich. An welchen Stellen die erfolgreiche Digitalisierung der richtigen Abläufe für Beschaffung, Logistik und Materialwirtschaft Sinn macht, diese Entscheidung wird zum strategischen Wettbewerbsfaktor, den der Einkauf maßgeblich mitbestimmt. Auch bei diesem Thema war das BME-Symposium 2016 erneut ganz nah dran an dem, was Einkauf heute und in Zukunft erfordert und ausmacht.

 

 

#Kollaboration: #Innovation kann nicht einer allein

Möbel, Wände, Felgen... oder eben auch Heizkörper, es gibt kaum Objekte, die nicht beschichtet werden. Die Oberflächentechnologie hierzu kommt u.a. vom Bodensee. Interview mit F&E und dem Einkauf

Möbel, Wände, Heizkörper, Helme, Felgen… es gibt kaum Objekte, die nicht beschichtet werden. Die Oberflächentechnologie hierzu kommt von in vielen Fällen von Wagner. Dessen Innovationen entstehen kollaborativ und crossfunktional. Interview mit Manfred Feinweber, Director Operations, und Joachim Hirt, Entwicklungsleitung Mechanik/Industrielösungen (Foto: Wagner)

Dass #Einkauf, #Entwicklung, #Produktion, #Vertrieb intern ihre Funktionen wie Trutzburgen verteidigen, das war einmal. Wer erfolgreich sein will, muss crossfunktionale Aspekte schon in der Produktentstehung berücksichtigen. Ausgangs- und Zielpunkt: Nutzen und Anwendung beim Kunden.  Dennoch sind die Schnittstellen zwischen den Bereichen kritisch.  Entscheidend ist: Werden die Jobpakete einfach „über den Zaun geworfen“ oder findet tatsächlich ein Arbeiten an der gemeinsamen Sache statt. Unternehmen wie der Beschichtungsspezialist Wagner (Marktdorf/Bodensee) steuern bereichsübergreifende Prozesse durch gemeinsame Zielvorgaben und einen klare Fokus auf #TCO (Total Cost of Ownership). So darf mal der eine, mal der andere Partner mehr Zeit oder Geld brauchen, was zählt ist das Gesamtergebnis und die Einhaltung der kalkulierten Projektkosten – das betonen Manfred Feinweber, Director Operations bei Wagner und Joachim Hirt, Entwicklung Mechanik/Industrielösungen, unisono. Denn: Wenn alle am Gesamtergebnis gemessen werden, nutzt es nichts Schuldige zu suchen, dann braucht man einfach eine gute Lösung. Das komplette #Interview zur #Kollaboration bei #Wagner (für TECHNIK + EINKAUF) finden Sie unter diesem LINK.

 

Putzmeister digitalisiert Einkauf

Schlämme und Dickstoffe sind analog, der Einkauf von Putzmeister bestellt heute digital (Foto: Putzmeister)

Schlämme und Dickstoffe bleiben analog, der Einkauf des Pumpenherstellers Putzmeister bestellt heute durchgängig digital (Foto: Putzmeister)

Wenn irgendwo auf der Welt Klärschlämme, Beton oder andere Dickstoffe gepumpt, gemischt oder gefördert werden, sind oft Maschinen von Putzmeister im Einsatz. Überzeugende Effekte für Einkauf und Materialwirtschaft brachte dem Global Player, der seit 2012 zum chinesischen Baumaschinen-Konzern Sany gehört, die Digitalisierung. Im Einkauf agiert das Unternehmen jetzt mit einer E-Lösung , die den administrativen Aufwand rund um Ausschreibung, Bestellung, Rechnungslauf, Wareneingang und Lagerhaltung erheblich reduziert und die Abläufe beschleunigt. Für das BME-Magazin BIP (Best-in-Procurement) habe ich mit Putzmeister Einkaufsleiter Udo Hilbers gesprochen (Foto: Putzmeister). Den kompletten Beitrag finden Sie HIER.

 

Fünf Minuten treffen statt zwei Stunden tagen

Wie entsteht ein Airbus-Sitz? Interview für Technik+Einkauf

Wie entsteht ein Airbus-Sitz? Interview für Technik + Einkauf (Foto: Recaro Aircraft Seating)

René Dankwerth (Ressortleiter Research & Development) und Joachim Ley (Ressortleiter Supply Chain) steuern bei Recaro Aircraft Seating Projekte und Lieferanten über eine schlanke, vernetzte Organisation und konsequentes Shopfloor-Management. So entstehen die Flugzeugsitze für Airbus & Co nach folgendem Prinzip: 5 Minuten treffen, statt 2 Stunden tagen. Auch die E-Mail-Flut zwischen den Bereichen wird damit eingedämmt. Das komplette Interview für Technik + Einkauf über agiles, vernetztes Arbeiten und den bereichsübergreifenden Dialog finden Sie HIER

Service im Handwerk

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Service total: Wenn Fliesenleger abtauchen (Foto: Adrion Knöpfle)

Abtauchen im Hotelpool. Das macht das Team des Fliesenbetriebs Adrion Knöpfle regelmäßig. Nicht (nur) im Urlaub, sondern vor allem im Job. Für das Unternehmen aus dem Südschwarzwald gehört das Fliesenverlegen und Reparieren bei laufendem Pool- und Hotelbetrieb mit Neoprenanzug, Taucherbrille und Bleigürtel zum Service, auf den sich Hotels in der Region verlassen können. Worauf Handwerker im Premium-Segment  sich heute in Sachen Service und Kundenglück einstellen müssen, darüber berichte ich im Magazin STEIN. Eine Zusammenfassung des Beitrags „Kunden glücklich machen“ finden Sie HIER

 

Interview mit Cordula Nussbaum

Zeitmanagement Expertin Cordula Nussbaum

Zeitmanagement-Expertin Cordula Nussbaum (Foto: Jan Röder)

Was macht ein Zeit-Coach in Sachen Zeitmanagement anders als wir Dauergehetzten und Immer-On-Menschen? Zeit-Spezialistin Cordula Nussbaum sagt im Interview, das ich mit ihr für das Kundenmagazin metalligent (Arnold AG) geführt habe, warum die klassischen Selbstmanagement-Methoden im heutigen Dauer-Workload nicht mehr funktionieren. Sie empfiehlt für Chaoten zum Beispiel eine völlig andere Herangehensweise in Sachen Organisation und Planung als für Pedanten. Gesprochen habe ich zum Thema Work-Life-Balance zudem mit einer engagierten Geschäftsfrau, die gemeinsam mit ihrem Mann einen großen Handwerkbetrieb führt. Sie hat Job und Privates nach einem Burnout völlig neu sortiert. Außerdem erzählt  ein erfolgreicher Consultant und Geschäftsführer, wie er es trotz anspruchsvollem Job, großer Familie und zeitschluckendem Ehrenamt sehr gut hinbekommt, ein fröhlicher, relaxter Mensch zu bleiben.

Die Story (komplettes PDF des Magazins) finden Sie auf der Webseite der Arnold AG

Schulterblick

Schulterblick: Blog der Journalstin Annette Mühlberger

Recherche on- und offline: Was dabei herauskommt, lesen Sie in diesem Blog. Schulterblick (Foto: © peshkov / Fotolia)

Hier bloggt die Fachjournalistin Annette Mühlberger. Ich schreibe über Begegnungen, Erlebnisse und Einsichten inmitten und am Rande von Recherchen, Gesprächen und Interviews. Wenn Sie mir über die Schulter blicken möchten, nur zu!