Einkauf als Brückenbauer

 

Reichstagskuppel

Weltpolitische Bühne: Das 51. BME Symposium eröffnete am Morgen nach der US-Wahl, am 9. November 2016, in Berlin. Foto: Reichstag Dome © visitBerlin, Wolfgang Scholvien

Selten war eine Veranstaltung des Bundesverband Materialwirtschaft und Logistik (BME e.V.) so hautnah am und mittendrin im wirtschaftspolitischen Geschehen. Am Morgen nach der US-Wahl 2016 startet das 51. Symposium für Einkauf und Logistik in Berlin – und plötzlich hatte die gewohnt aktuelle Agenda mit Themen wie europäischer Entwicklung, Globalisierung, weltweitem Teile- und Rohstoffeinkauf, alternativen Beschaffungsmärkten, globalem Risik- und Supply Chain Management sowie Konjunktur für die rund 2000 Teilnehmer noch einmal eine ganz andere politische und wirtschaftliche Brisanz. Einkäufer sind Brückenbauer – das hat ihre Funktion so an sich. Denn wer sonst ist so intensiv zwischen Ländern und Kulturen unterwegs, sichert Lieferketten und sorgt für den globalen Waren- und Güteraustausch. Am anderen Ende der Supply Chain steht der Kunde, der auch für Einkäufer zum Maß aller Dinge wird. Von ihm geht der Bedarf aus, für dessen flexible, umgehende Erfüllung viele, viele externe Wertschöpfungspartner mit verantwortlich sind. Durchschnittlich 70 Prozent kaufen Industrieunternehmen heute zu. Einkauf ist zur Top-Line geworden. Einen weiteren Schub leistet die technologische Entwicklung. Lieferketten werden agil vernetzt und digitalisiert, die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten wird noch enger – all das ist ohne eine moderne digitale Infrastruktur kaum möglich. An welchen Stellen die erfolgreiche Digitalisierung der richtigen Abläufe für Beschaffung, Logistik und Materialwirtschaft Sinn macht, diese Entscheidung wird zum strategischen Wettbewerbsfaktor, den der Einkauf maßgeblich mitbestimmt. Auch bei diesem Thema war das BME-Symposium 2016 erneut ganz nah dran an dem, was Einkauf heute und in Zukunft erfordert und ausmacht.

 

 

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